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Kolorektales Krebsrisiko: Relativ- vs. Absolutdaten

Diese Seite zerlegt Professor Bart Kays Analyse der EPIC‑Oxford‑Epidemiologiestudie in Bezug auf Krebsraten bei Vegetariern.

Der berichtete Befund

Die Studie (veröffentlicht im AJCN, 2009) berichtete eine 49%ige Erhöhung des relativen Risikos für kolorektalen Krebs bei Vegetariern im Vergleich zu Fleischessern.

Relatives vs. Absolutes Risiko

Die Angabe von 49% ist ein relatives Risiko. Um die tatsächliche Auswirkung zu verstehen, muss man die absolute Inzidenz betrachten. In den Rohdaten war die Inzidenz in der vegetarischen Gruppe tatsächlich geringer (ca. 4 pro 10.000) als in der Nicht‑Vegetarier‑Gruppe (ca. 5 pro 10.000).

Warum erscheint 49%?

Die 49% erscheint erst nach statistischer Adjustierung (z. B. für Rauchen und BMI). Professor Kay argumentiert, dass diese Praxis irreführend sein kann, weil sie:

  1. Beobachtete Daten anhand von Korrelationen manipuliert, die nicht als kausal nachgewiesen sind.
  2. Schlagzeilen ermöglicht, die nicht die physische Realität der Rohdaten widerspiegeln.

Lehrreiche Erkenntnisse

  • Ignoriere oft das relative Risiko; Prozentangaben wie "50% Erhöhung" können kleine Unterschiede groß erscheinen lassen.
  • Suche nach der absoluten Differenz (tatsächliche Fallzahlen pro Populationseinheit).
  • Hinterfrage Adjustierungen kritisch.
Zusammenfassung

In diesem Kohorten‑Datensatz betrug der Unterschied in der Inzidenz etwa 1 Fall pro 10.000 Personenjahre, was statistisch und praktisch vernachlässigbar ist.